Reduzierte Verpackungsvielfalt, zu eurem Vorteil

Tee Verpackungen in Kyoto, Japan

Tee Verpackungen in Kyoto, Japan

So langsam wird eine nicht ganz unwesentliche Neuerung bei uns im Shop sichtbar — wir reduzieren zu eurem Vorteil die angebotenen Verpackungsvariationen.

Wozu soll das gut sein, wird jetzt alles teurer? Keine Angst, es wird teilweise sogar günstiger für euch.

Verschiedene Überlegungen und Beobachtungen haben uns zu dieser Verbesserung geführt.

Wir prüfen natürlich immer sehr genau, welche Tees in welchen Verpackungseinheiten von euch gekauft werden. Wir wissen auch aus Gesprächen und E-Mails mit euch, warum bestimmte Tees in bestimmten Einheiten bevorzugt werden.

Mancher Kunde möchte nämlich immer den frischesten Tee in kleinen Packungen, um so auch eine Vielzahl verschiedener Sorten zu Hause zur Auswahl zu haben. Nach Lust und Laune wird dann der Stimmung entsprechend die passende Sorte zu Hause ausgewählt.

Andere kaufen immer große Tüten. Allerdings spielt da sehr oft die Ersparnis eine Rolle, also der etwas günstigere Preis in der 1-kg-Packung im Vergleich zur entsprechenden Menge in kleineren Packungen.

Nun könnte man also sagen, wer viel Tee einer bestimmte Sorten benötigt, der braucht auch große Packungen. Ihr kennt wohl alle diese ganzen Aktionstees und Vorteilspackungen, die, so die Werbung, deshalb besonders günstig sind, weil zum Beispiel Tüten und Verpackungen eingespart werden. Aber irgendwie, so vermuteten wir schon lange, ist da irgendwo ein Haken.

Die Ersparnis durch große Packungseinheiten ist nämlich nicht wirklich so groß, wie die jeweiligen Verkaufspreise suggerieren. Die Kosten für die Tüten und Etiketten bewegen sich im Cent-Bereich. Ein eher größerer Posten ist da schon der Bereich des Handling, also wie lange dauert das Befüllen, wie viele Handgriffe sind nötig. Sicher ein Punkt der bei Standardtees, die maschinell abgefüllt werden, zu berücksichtigen ist. Bei Spezialitäten, die sowieso von Hand abgefüllt werden, ergibt sich allerdings praktisch kein Vorteil.

In den letzten Jahren ist durch gestiegene Verkaufspreise auch etwas sichtbar geworden, das früher bei günstigen Sorten kaum offenbar war. Manche Händler bieten 15 bis 20 % Nachlaß auf den Preis bei Abnahme eine Kilos an. Auch wir haben dies gemacht, weil es eben in der Branche üblich war. Ein Tee der 20 Euro das Kilo kostet, kostet mit 20 % Nachlaß 16 Euro. 4 Euro Preisvorteil, das läßt sich noch irgendwie begründen. Aber ein Tee der 200 Euro das Kilo kostet, würde bei 20 % Nachlaß nur noch 160 Euro kosten. Aber wie bitte lässt sich ein Nachlass von 40 Euro beim Kilopreis rechtfertigen? Gar nicht! Eine solche Differenz ist nicht durch Packungsgrößen, Tütenkosten oder Arbeitskosten zu rechtfertigen. Es ist einfach ein Preis, der gewährt wird, um den Kunden zum Kauf einer großen Menge zu bewegen.

Einer der beiden Preise stimmt also von der Kalkulation her nicht. Entweder sind die kleinen Packungen überteuert oder die großen Packungen zu niedrig kalkuliert. In den letzten Jahren haben wir in dieser Hinsicht schon einiges für euch optimiert. Jedenfalls stammen solche Nachlässe aus einer Zeit, die unseren Meinung nach für den Handel mit Qualitätstees vorbei ist. Und deshalb machen wir diesen harten Schnitt.

Es war während meiner Reise nach Japan im Frühjahr letzten Jahres, als mir ganz besonders klar wurde, dass Tee in Deutschland irgendwie immer noch verkauft wird, wie vor Jahrzehnten üblich. Typisch für die kleinen Teeläden war und ist der Verkauf aus Dosen. Der Tee wird direkt vor den Augen der Kunden abgefüllt. Hier kann der Tee in der gewünschten Packungsgröße erworben werden.

Tee Shop in Kyoto, Japan

Tee Shop in Kyoto, Japan

Aber dies ist eine Art des Teeverkaufs, wie man ihn beispielsweise in Japan, Südkorea, Taiwan und China eher selten findet. Also genau in den Ländern, in denen Tee eine hohe Wertschätzung erfährt. Dort wird Tee eher in kleinen Einheiten angeboten. 50 g, 80 g oder 100 g sind von den Kunden bevorzugte Mengeneinheiten. 300 g Tüten kann man dort schon als Großpackung bezeichnen.

Tee wird in diesen Ländern vorzugsweise abgepackt angeboten und gekauft — nicht zuletzt aus Frischegründen. Ein offener Verkauf findet eher nicht statt. Auf den Fotos seht ihr die typische Art, wie in Japan im Teefachgeschäft Tee angeboten wird.

Wir haben daraufhin unseren gesamten Warenumschlag in Hinblick auf die gekauften Verpackungsgrößen und Mengen durchgesehen. Das Ergebnis war einigermaßen erstaunlich.

Bei den japanischen Tees, welche wir seit vielen Jahren in den typischen originalen 50 g oder 100 g Verpackungen anbieten, haben unseren Kunden keinerlei Probleme bei Bedarf einfach 10 x 100 g oder 20 x 50 g oder auch mehr von einer Sorte zu kaufen.

Tee Shop in Kyoto

Tee Shop in Kyoto

Anders sieht es bei Tees aus China oder Indien aus. Von diesen Tees werden sowohl Großpackungen, als auch Kleinpackungen gekauft. Auch hier haben wir viele Kunden, die lieber 3, 4 oder 5 x 250 g einer Sorte nehmen, als sich eine 1 kg Packung hinzustellen. Dafür spricht die einfachere Handhabung und die Möglichkeit eine Packung für’s Büro und eine für zu Hause oder andere Orte zu nehmen. Und natürlich auch der frische Duft, der einem beim Öffnen einer neuen Packung entgegenströmt.

Wenn nun also der Preisvorteil für die Großpackung wegfällt, fällt wohl auch für die meisten Kunden der Grund weg, eine größere Packung zu kaufen.

Daraus folgt, dass wir die kleinen Packungen genauso günstig anbieten müssen, wie vormals die Großpackung. Auf die großen Einheit können wir, bzw. könnt ihr so verzichten.

Da wir derzeit alle Preise neu kalkulieren, werden wir, wo es geht, sogar echte Preissenkungen durchführen, bei dem einen oder anderen Tee werden wir gestiegene Einkaufspreise aber genauso konsequent an euch weitergeben.

Die ersten Tees sind bereits umgestellt. Weitere folgen Zug um Zug.

Für euch bedeutet dies also, dass ihr eure gewünschte Menge aus der entsprechenden Anzahl einzelner Packungen zusammenstellen könnt, oder aber, und das ist auch ein weiterer interessanter Gesichtspunkt, euer persönliches Teesortiment breiter gestalten könnt.

Und eine letzte Sache sei noch erwähnt. Die neuen Verpackungen werden nicht mehr die bisher üblichen Tüten sein, sondern besonders aromaschützende Tüten, die einen Zip-Verschluss haben und zugeschweißt sind, ähnlich denjenigen wie ihr sie schon von unseren japanischen Tees her kennt — allerdings schlicht silberfarben oder braun und mit Standboden.

Hierzu auch: Keiko Tee, angenehme Preissenkung

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3 Antworten auf Reduzierte Verpackungsvielfalt, zu eurem Vorteil

  1. Anonymous sagt:

    Hallo,

    also ich dachte immer das die günstigen Kilo – Packungen damit etwas zu tun haben das, der Händler auf Dauer eine größere Menge Tee absetzten kann. Wenn er mehr Tee bei der Plantage kaufen kann – bekommt er einen günstigeren Preis.
    Was natürlich (ich ärger mich schon lange darüber) die kleinen Packungen unbegründet teuer macht.
    Dieses Rabattmodell ist schon sehr alt. Ich habe alte Kochbücher die ende des Neunzehnten Jahrhunderts gedruckt worden, in denen für Kaffee und Tee schon so Vertrieben werden. Aber in Kolonialwarenläden war dies schon weit vorher Praxis.

    Aromaschutztüten sind eine prima Neuerung. Die Tüten aus Papier fand ich schon immer bedenklich. Darum habe ich sie noch einmal in Dosen. Was eine ganz gute Lösung war.

    Mit der Frische der Kilo – Packungen, bei mir vor allem Schwarzer Tee und Grüner Tee aus China, habe ich keine Probleme. Man kann sie nach dem man sich etwas Tee in eine kleine Tüte abgefüllt hat wieder zukleben. So bleibt er frisch wie am ersten Tag, inklusive dem Duft beim öffnen.

    Japanischer Tee hält sich auch länger als der empfohlene Monat man muss ihn nur Luftdicht verschließen. Ich nehme dazu die leeren Matcha – Dosen. In die 40g Dose passen fast 100g bester Sencha. Die kommt in den Tiefkühler. Die Menge für drei Wochen fülle ich mir für den täglichen gebrauch in leere 20g Dosen. So muss man die Vorratsdose nicht zu oft aus dem Tiefkühler nehmen(Kondenswasserbildung) Und nichts tötet das Aroma von japanischen Tee schneller als Feuchtigkeit und Luft.

    Beste Grüße
    Christoph

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